Sei mein November

 

Sei mein November
sage ich
zu dir –

in der weit aufgerissenen Tür
meines Herzens stehe ich
mit wehenden Locken –

und du,
November,
bist mein Sturm.

Rauschst mir
in waghalsigen Böen
durch die Herzkammern und
mit traumtrunkenen Lippen,
November,

dehnst du
das Rot des Abends lang
und flüsterst
mir Nebel zu.

In den herabstürzenden Nächten,
November,
küsst du mir den Schlaf
aus den Poren meiner Haut
bis der ergraute Morgen
ein Lied davon singt

Und du wirfst mich
in den Himmel
zu den Zugvögeln, November
und ich schlage
in deiner asphaltierten Stille
wieder auf

Unter den wilden Wolken
deines Schweigens
liege ich
noch unbegraben

und verstehe das Flüstern
des Nebels nicht

Vers um Vers –
für dich –
klebe ich auf
mein aufgeschürftes Herz,
November

Vers um Vers
über
das ausgeblichene Rot
deiner Abende.

 

 

 

 

*

*

*

*

beende mal meine Schreibblockade mit einer Liebeserklärung an den Monat November…

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22 Gedanken zu “Sei mein November

  1. Guten Morgen, liebe Simone,

    dein Gedicht gefällt mir sehr … !
    Und ich freue mich sehr darüber, daß du deine Schreibblockade so schwungvoll, so stürmisch, ja, so fulminant beendet hast … !!

    Bald mehr und viele liebe November-Morgen-Nebel-Grüße,
    Hannah

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Schreiben, wie Chagall malt? | GedankeTrifftPapier

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