Leben in frage

Losziehen 

 

die Hosentaschen voll 

geschliffener Gedanken 

 

im Gepäck nur 

ein paar Flausen und 

 

eine wilde Rose 

mit Dornen 

 

einziehen 

in die Frage 

 

Heimat finden 

im 

niemals ankommen 

 

im Inneren

der Frage  

sich einrichten:

 

die Flausen an den Nagel

(nur für den Notfall) 

 

der Rose einen Platz 

unter dem Himmel 

 

die Gedanken 

nicht aus der Hand geben(!) – 

 

sich einrichten 

für ein Leben 

in frage

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11 Gedanken zu “Leben in frage

  1. „Heimat finden im niemals ankommen“.
    Ich reiße diesen wundersamen Satz vermutlich aus seiner ihm zugedachten Wohnstätte.
    Aber genau das war lange Zeit mein persönliches Dilemma.
    Überall wo ich hinkam, fühlte ich mich fremd und niemals heimisch.
    Selbst dort wo ich ein Wohlgefühl fand, war ich doch nicht zu Hause.
    Mich machte das Depressiv und ich hatte keinen Platz auf dieser Welt.

    Heute begreife ich genau das als meine Stärke.
    Ich ziehe von Ort zu Ort, ohne heimischen Gedanken.
    Überall bin ich nur ein Gast und alles ist zeitlich begrenzt.

    Doch plötzlich empfinde ich diese Getriebenheit als einen Segen.
    Der mich Vieles sehen und fühlen lässt.

    Mit einem Satz lässt sich der Überblick dieser Behauptung verteidigen:
    Die Heimatlosen wohnen in der Ferne.

    Danke.

    Gefällt 1 Person

    • Dieses „niemals ankommen“ ist wohl ein Zustand der bestehen bleibt. Besser man rechnet mit ihm. So gerne möchten wir ankommen, es behaglich und bequem haben! Und wenn es hier nicht behaglich ist, projizieren wir diese Behaglichkeit und Mühelosigkeit auf die Ferne. Es gibt einfach diese Neigung zur Bequemlichkeit in uns. Alles ist nur geliehen, sogar unser Körper. ja, bleiben wir was wir sind – Gäste – wie du sagst; und: bleiben wir unterwegs. Der Wunsch nach ankommen, ist eine sentimentale Versuchung, die uns davon ablenken möchte weiterzugehen, über uns hinauszugehen…
      Liebste Grüße in die Ferne!
      Sim

      Gefällt 2 Personen

  2. Zu Getriebenheit sage ich – in Bewegung sein.
    Ich bewege mich im …Schreiben, Malen und z.B. im Suchen nach dem Wortsinn, der mir das Leben durchschaubarer macht, es lichtet und dadurch erleichtert, erhellt.
    Ich bewege mich durchs Leben. Ich liebe es, in Bewegung zu sein.

    Liebe Simone, in diesem Sinne

    Barbara

    Gefällt 1 Person

    • Ja. Genau – Weiter tun. Die Frage trotzdem offenhalten, auch wenn sich erste Antworten einstellen – das schöne ist, die Frage ist nie abgeschlossen. Vielleicht gar nicht so sehr Getriebenheit sondern unbequem sein. Auch wenn man rasten möchte. Einer Getriebenheit ist es leichter zu folgen als sich selbst aufzuraffen unbequem zu sein.

      Liebe Grüße an dich, Barbara!

      Gefällt mir

  3. Liebende Simone

    Heute bin ich angekommen
    Habe den Engel des Lebens gefragt
    Nachts da die Toten schlafen
    Und Er gab mir den Schlüssel
    Den ich verloren glaubte
    Und war selber doch das Schloß
    So offen trat ich ein
    In den Rosengarten meines Herzens
    Wo auch Du schon immer
    Auf Dich selbst gewartet hast

    dankend
    Joaquim von Dornenreich

    Gefällt 1 Person

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